Danilo Nicodemus

Let Pictures Speak Photography

NSA Field Station

Seit Edward Snowden ist der US Geheimdienst NSA in aller Munde. Als größter Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten ist die Nationale Sicherheitsbehörde verantwortlich für die weltweite Überwachung sowie Entschlüsselung und Auswertung elektronischer Kommunikation.Wer jedoch denkt, die Überwachung ist ein Phänomen der Neuzeit und erst mit Smartphones und Internet entstanden, hat sich schwer getäuscht.

Schon während des kalten Krieges hat die NSA auf deutschem Gebiet Anlagen errichtet, die dem Zweck der Abhörung und Überwachung dienten.

Die US-Armee erkannte schon sehr früh, dass sich das hoch gelegene Areal im Westen Berlins hervorragend für eine Abhöranlage anbieten würde. Die anfangs mobile Installation wurde bald durch feste Gebäude abgelöst. Im Zuge dessen wurden fünf Antennenkuppeln errichtet. Mit Überwachungsaufgaben ausgestattet konnte die Anlage zu Zeiten des Kalten Kriegs bis weit in das Gebiet des Warschauer Paktes Abhörfunktonen übernehmen. Die Anlage wurde hauptsächlich von der National Security Agency (NSA) betrieben und diente als Teil des weltweiten Spionagenetzes Echelon. Ab 1957 wurde die Anlage zusätzlich von zahlreichen US-amerikanischen und britischen Aufklärungs- und Sicherheitsdiensten genutzt.

Nach der Wiedervereinigung wurden die elektronischen Einrichtungen der Anlage entfernt. Mit der Beedigung des kalten Krieges waren die Überwachungsanlagen nutzlos geworden. Im Jahr 1991 zogen Amerikaner und Briten vom Gelände ab. Die Gebäude wurden hinterlassen. Teilweise wurden Erneuerungen durchgeführt und neue Radaranlagen installiert.

Das Erlebnisbad

Schon von Weitem kann man sie erkennen, die 90 Meter lange Wasserrutsche des Erlebnisbades. Gleich dahinter erkennt man die große, runde Kuppel die das Zentrum des Bades überdeckt. Lichtdurchflutet, mondän, modern. Unter dieser Lichtkuppel bietet das Spaßbad mehrere Becken für kleine und große Badefans.

Die folienbezogene Kuppel bietet die Helligkeit und Wärme der Sonne im Innenbereich und verhindert ein Auskühlen bei Wind und Wetter. Perfekte klimatische Bedingungen für die üppigen Palmen, die am Rande der Becken wuchern.

Neben der Wasserrutsche befindet sich eine Wildwasserrutsche, ein großes Spaßbecken und ein Wildwasserkanal. Wasserfontänen, Sprudelduschen und Stehwirlpools.

Größtmögliche Entspannung bieten Unterwasser- und Whirlliegen. Die Kleinen plantschen inzwischen im Kinderbecken mit Schiffchenkanal, Spielschiff und Kleinrutsche.

Kinder und Eltern können ganzjährig das auf 29 Grad beheizte Außenschwimmbecken nutzen. Im Sommer kann man sich auf der Liegewiese entspannen oder Ball spielen,

Highlight des Erlebnisbades sind die Saunalandschaft mit 2 finnischen Saunen, einem Dampfbad sowie einer Blockhaussauna im Gartenbereich. Das Obergeschoss bietet eine Auswahl an Solarien und einen tollen Blick über die Badelandschaft.

Das Bunte treiben kann man sich in der arg in Mitleidenschaft gezogenen Schwimmoase nicht mehr so richtig vorstellen. Unheimlich ist das Peitschen des Windes in den gerissenen Planen der Lichtkuppel. Der Kellerbereich ist voller Wasser, Schimmelgeruch steigt auf. Statt Badegästen toben sich Randalierer und Metalldiebe aus. Ensprechend schlecht ist der Gesamtzustand des Areals. Traurig eigentlich.

Airport Leipzig-Mockau (ETLM)

Der Flughafen Leipzig-Mockau (ehemaliger ICAO-Code ETLM) wurde 1913 in Betrieb genommen und war damit der erste zivile Flughafen der Stadt Leipzig. Im Jahr 1991 wurde der Flughafen für Starts und Landungen gesperrt. Seit der Stillegung ist das Gelände dem Verfall preisgegeben.

Während der Weltkriege wurde das Flughafengelände für die Rüstungsindustrie verwendet. Neben der Nutzung als Werksflugplatz diente Flughafen hauptsächlich zivilen Zwecken.

Momentan (Dezember 2013) wird das Gebäude entkernt. Im Jahr 2014 soll dann der Bau für ein Hotel nahe des Messegeländes beginnen.

Weitere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Leipzig-Mockau

Christmas in Coburg

Zwischen dem historischen Rathaus und  der alten herzoglichen Kanzlei befindet sich der Coburger Marktplatz. Jedes Jahr im Dezember entsteht hier eine kleine Budenstadt, die neben Glühwein, gebrannten Mandeln und Coburger Bratwürsten auch allerlei Handwerk anbietet.

Der Bürgermeister persönlich hat den Rathausbalkon für ein paar Fotos aufgeschlossen. Viel Spaß beim Ansehen der Bilder.

Knappschaftsheilstätte S.

Die Knappschafts-Heilstätte wurde 1886 bis 1989 im Harz erbaut. Neben der ursprünglichen Verwandung als Lungenheilstätte für Bergleute diente die Einrichtung während der Weltkriege als Lazarett. Mitte der Neunziger Jahre wurde das Gebäude aufgegeben.

Die damalige Verwendung der Räumlichkeiten kann man heute kaum noch erahnen. Vandalismus, Zerstörung und etwas natürlicher Verfall haben ihr Übriges getan. Das äußere Gesamtbild des Areals war aus der Entfernung recht vielversprechend. Eine langgezogene Anfahrt durch den Wald. Auf dem Berg, recht abgelegen, das riesige Anwesen des Sanatoriums.

“I guess humans like to watch a little destruction. Sand castles, houses of cards, that’s where they begin. Their great skills is their capacity to escalate.”

― Markus Zusak, The Book Thief

Schon bei der Einfahrt waren Spuren von Vandalismus und Zerstörung zu sehen. Der Gesamtzustand war so schlecht, dass fast in allen Gebäudeteilen Einsturzgefahr herrscht. Der Beton an den Decken ist teilweise durchgebogen und an einigen Stellen gerissen. Die Treppen sind soweit zerstört, dass man ohne größeren Aufwand nicht mehr in die anderne Geschosse kommt.

Es ist sehr traurig und zugleich enttäuschend gewesen, dass die menschliche Zerstörungswut nicht mehr viel von dieser historischen Stätte übrig gelassen hat.