Danilo Nicodemus

Let Pictures Speak Photography

Posts from the ‘Architektur’ category

Beelitz – Das Badehaus

Der zweite Teil der verlassenen Heilstätten in Beelitz widmet sich dem Badehaus.

Das Badehaus war eines der wichtigsten Erholungsgebäude in den Heilstätten zu Beelitz. Es diente als Erholungs- & Therapiestätte für die Patienten. Viele litten an der weitverbreiteten Volkskrankheit Tuberculose. Am hinteren Ende des Gebäudes („Rundhaus“) befindet sich in der Mitte der Halle ein Tauchbecken in dem sich Patienten entspannen konnten.

Noch heute spürt man anhand der riesigen Gebäude im Landhausstil den Glanz der vergangenen Tage. Die imposante und luxuriöse Architektur ist ebenso überwältigend wie die gigantischen Treppenportale mit Säulen, reich verzierten Geländern und hohen Flügeltüren. Einladend sind die großzügigen Hallen und spannenden Farben.

Zu größerer Berühmtheit erlangten die Treppenaufgänge. So wurde hier Filme wie Operation Walküre gedreht.

Beelitz – Das Verwaltungsgebäude

Das Album stellt den ersten von vorerst drei Teilen zur Beelitz Männerklinik dar. Das Verwaltungsgebäude ist zugegebenermaßen das unspektakulärste der drein Gebäude der Männerklinik. In zwei weiteren Serien folgen noch das Badehaus und das Männersanatorium. Nichtsdestotrotz bietet das Verwaltungsgebäude viele Räume mit sehr schön vorangeschrittenem natürlichem Verfall.

Insgesamt haben 5 Stunden nonstop Fotografie in den drei Gebäuden nicht ausgereicht, um sagen zu können, man hat alles, was möglich wäre.

Zu Beelitz selber muss ich nicht viel schreiben, da es alle notwendigen Infos im Netz gibt. Wahrscheinlich ist dort auch schon alles fotografiert, was es gibt. Nur noch nicht von jedem 😉

FDJ Hochschule am Bogensee

Etwa 15km nördlich der der Stadtgrenze Berlins hat die größte Jugendorganisation der DDR in den 1950ern ihre Hochschule errichtet. Unweit vom Landsitz Joseph Goebbels entstanden monumentale Sääle, geprägt von stalinistischer Architektur der Nachkriegszeit.

Nahezu überwältigt ist man von den riesigen Eingangshallen und Stufen in die oberen Etagen. Scheinbar unendlich lange Gänge führen in die Seitenflügel der Gebäude. Dabei mischen sich pastellfarbene Wände mit fliederfarbener Wadgestaltung und messingfarbenen Wandläuchten. Alles im Retro-look der 60er Jahre.

Der Plenarsaal mit seinem großen Kronleuchter ist ebenso imposant wie die Sitzungssääle, die große Terrasse mit Blick auf das Gebäudeensemble und die angrenzenden Parks.

All das lässt den Glanz der vergangenen Zeiten erahnen. Auch wenn man sich nicht in die Zeit zurückversetzt wünscht spielt auch hier die Neugier mit, wie die FDJ Hochschule zu erleben war, als sie ihrer ursprünglischen Funktion diente.

NSA Field Station

Seit Edward Snowden ist der US Geheimdienst NSA in aller Munde. Als größter Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten ist die Nationale Sicherheitsbehörde verantwortlich für die weltweite Überwachung sowie Entschlüsselung und Auswertung elektronischer Kommunikation.Wer jedoch denkt, die Überwachung ist ein Phänomen der Neuzeit und erst mit Smartphones und Internet entstanden, hat sich schwer getäuscht.

Schon während des kalten Krieges hat die NSA auf deutschem Gebiet Anlagen errichtet, die dem Zweck der Abhörung und Überwachung dienten.

Die US-Armee erkannte schon sehr früh, dass sich das hoch gelegene Areal im Westen Berlins hervorragend für eine Abhöranlage anbieten würde. Die anfangs mobile Installation wurde bald durch feste Gebäude abgelöst. Im Zuge dessen wurden fünf Antennenkuppeln errichtet. Mit Überwachungsaufgaben ausgestattet konnte die Anlage zu Zeiten des Kalten Kriegs bis weit in das Gebiet des Warschauer Paktes Abhörfunktonen übernehmen. Die Anlage wurde hauptsächlich von der National Security Agency (NSA) betrieben und diente als Teil des weltweiten Spionagenetzes Echelon. Ab 1957 wurde die Anlage zusätzlich von zahlreichen US-amerikanischen und britischen Aufklärungs- und Sicherheitsdiensten genutzt.

Nach der Wiedervereinigung wurden die elektronischen Einrichtungen der Anlage entfernt. Mit der Beedigung des kalten Krieges waren die Überwachungsanlagen nutzlos geworden. Im Jahr 1991 zogen Amerikaner und Briten vom Gelände ab. Die Gebäude wurden hinterlassen. Teilweise wurden Erneuerungen durchgeführt und neue Radaranlagen installiert.

Christmas in Coburg

Zwischen dem historischen Rathaus und  der alten herzoglichen Kanzlei befindet sich der Coburger Marktplatz. Jedes Jahr im Dezember entsteht hier eine kleine Budenstadt, die neben Glühwein, gebrannten Mandeln und Coburger Bratwürsten auch allerlei Handwerk anbietet.

Der Bürgermeister persönlich hat den Rathausbalkon für ein paar Fotos aufgeschlossen. Viel Spaß beim Ansehen der Bilder.