Kinderheim S.
Eine Kleinstadt im Süden des Thüringer Waldes. Einst war hier Trubel im Kur- und Kinderheim, als die Gebäude noch voll belegt waren. Über 20 Jahre Verfall, Verwitterung und Verwüstung haben ihre Spuren hinterlassen.
Eine Kleinstadt im Süden des Thüringer Waldes. Einst war hier Trubel im Kur- und Kinderheim, als die Gebäude noch voll belegt waren. Über 20 Jahre Verfall, Verwitterung und Verwüstung haben ihre Spuren hinterlassen.
Da steht es nun, verlassen und verwahrlost. Behandelt wird hier niemand mehr!
5,3 km Länge bei einer Bauzeit von über 10 Jahren. Kalkulierte Kosten von ca. 500 Mio. Euro wuchsen auf insgesamt 960 Millionen Euro. Soviel zu den deprimierenden Zahlen die wohl nur durch die Elbphilharmonie und den Berliner Flughafen getoppt werden können. Über Sinn und Unsinn des Projektes wurde viel diskutiert, deshalb möchte ich es an dieser Stelle nicht weiter ausführen.
Die vier neuen Stationen, Leipzig Hauptbahnhof, Markt, Leuschner Platz und Bayrischer Bahnhof sind jedenfalls mehr als beeindruckend. Modern, riesig anmutend und großstadttauglich. Mit 5-Minutentakt fahren die S-Bahnen ein und aus. Was mit Visionen der Stadtväter Leipzigs begann und in einer schier endlosen Bauphase endete ist nun nach der Eröffnung zum Wahrzeichen der einwohnerreichsten sächsischen Stadt geworden.
Point Alpha verkörpert den Eisernen Vorhang wie kein anderer Ort. Hier standen sich die Vorposten von NATO und Warschauer Pakt vier Jahrzehnte lang Auge in Auge gegenüber. Auf der hessischen Seite befand sich einer von vier US Beobachtungsstützpunkten. Der Stützpunkt lag im Zentrum der NATO-Verteidigungslinie „Fulda Gap“ (Fuldaer Lücke), in der die NATO im Ernstfall die Invasion der Truppen des Warschauer Pakts erwartete. Die „Fulda Gap“ zog sich von Herleshausen über Fulda bis in die Nähe von Bad Neustadt. Der Name Point Alpha geht darauf zurück, dass es der erste errichtete Beobachtungspunkt war.
Point Alpha präsentiert die Konfrontation der beiden Machtblöcke. Der Observation Post „Point Alpha“ war bis 1989 einer der wichtigsten Beobachtungsstützpunkte der US-Streitkräfte in Europa und galt im Kalten Krieg als einer der heißesten Punkte. Die Bezeichnung „heißester Punkt im Kalten Krieg“ allerdings ist irreführend. Die US Border Observation Points dienten ausschließlich der Beobachtung; bereits bei den ersten handfesten Anzeichen für einen Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten hätte sich die Besatzung aus Point Alpha zurückgezogen. Direkte Kampfhandlungen waren nicht vorgesehen.
Als Beobachtungspunkt war Point Alpha darüber hinaus deshalb geeignet, weil er sich auf 411 Meter Höhe auf einem Bergzug befindet und damit einen guten Überblick über das angenommene vorderste Aufmarschgebiet des Warschauer Pakts im Ulstergrund bot. Auch für das Abhören des Funkverkehrs aus Richtung Osten waren die geographischen Bedingungen günstig.
Die Urologenvilla ist der mit Abstand myteriöseste Ort. Um die Geschichte des Hauses gibt es viele Erzählungen. Ebenso einfallsreich wie die Bezeichnungen des Hauses. Beispielhaft seien Urology Clinic, Haus des Dr. Klaus Kraft, Des Doktor’s Haus, Dr. Anna’s Haus, Villa Anna L. und Urologen Villa genannt. Warum das Haus mit seiner einst hochwertigen Ausstattung verlassen ist, mag für immer ein Rätsel bleiben.
Anzufinden sind ein gut ausgestatteter Proxisbereich mit Labor sowie Wohnungen in den oberen Etagen. Dazu sind zahlreiche Toiletten, eine große Küche, Balkone und eine große Bibliothek im Haus vorhanden.