Sophienheilstätte
Die Sophienheilstätte bot lange Zeit Hoffnung für Schwerkranke. Heute ist sie selbst ein scheinbar hoffnungsloser Fall.
Die Sophienheilstätten wurde 1898 als Klinik für Schwindsüchtige und Tuberkulosekranke errichtet. In Hängematten und Holzhütten, einst Waldschlafstätten genannt, lagen Lungenkrake an der frischen Luft des Thüringer Waldes. Aus Mangel an medikamentösen Behandlungsformen griff man auf die scheinbar einfache Frischluftliegekur zurück.
Im Jahr 1930 erfuhr die Sophienheilstätte eine Modernisierung druch Chefarzt Adolf Tegtmeier. 1945 war die Umwandlung in ein sowjetisches Seuchenlazarett vorgesehen, was Tegtmeier erfolgreich abwenden konnte. Seit 1994 ist das architektonisch wertvolle und einst hochwertig ausgestattete Gebäude dem Verfall preisgegeben. Aufwendig gestaltete Balkons und Verglasung bin Bleiglasfenstern verzierten einst die Heilstätte.
Doch was ist aus der einstigen Vorzeigeklinik geworden? Türen und Fenster sind weitgehend mit Brettern verriegelt. Im Inneren ist es es in den unteren Geschossen folgerichtig sehr dunkel. Nur schwer lässt sich erahnen, was sich einst in den Gebäuden der Sophienheilstätte abgespielt hat. Welche persönlichen Schicksale erlebt wurden oder wie viele Menschen das Areal geheilt verlassen haben.
Von einem kann man sich allerdings persönlich überzeugen: Die frische Luft des Thüringer Walden ist zweifelsfrei hervorragend!
Aktuell wird für den Gebäudekomplex ein Investor gesucht. Ein schwieriges Unterfangen bei dem verfallenen Gesamtzustand.