Danilo Nicodemus

Let Pictures Speak Photography

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Sophienheilstätte

Die Sophienheilstätte bot lange Zeit Hoffnung für Schwerkranke. Heute ist sie selbst ein scheinbar hoffnungsloser Fall.

Die Sophienheilstätten wurde 1898 als Klinik für Schwindsüchtige und Tuberkulosekranke errichtet. In Hängematten und Holzhütten, einst Waldschlafstätten genannt, lagen Lungenkrake an der frischen Luft des Thüringer Waldes. Aus Mangel an medikamentösen Behandlungsformen griff man auf die scheinbar einfache Frischluftliegekur zurück.

Im Jahr 1930 erfuhr die Sophienheilstätte eine Modernisierung druch Chefarzt Adolf Tegtmeier. 1945 war die Umwandlung in ein sowjetisches Seuchenlazarett vorgesehen, was Tegtmeier erfolgreich abwenden konnte. Seit 1994 ist das architektonisch wertvolle und einst hochwertig ausgestattete Gebäude dem Verfall preisgegeben. Aufwendig gestaltete Balkons und Verglasung bin Bleiglasfenstern verzierten einst die Heilstätte.

Doch was ist aus der einstigen Vorzeigeklinik geworden? Türen und Fenster sind weitgehend mit Brettern verriegelt. Im Inneren ist es es in den unteren Geschossen folgerichtig sehr dunkel. Nur schwer lässt sich erahnen, was sich einst in den Gebäuden der Sophienheilstätte abgespielt hat. Welche persönlichen Schicksale erlebt wurden oder wie viele Menschen das Areal geheilt verlassen haben.

Von einem kann man sich allerdings persönlich überzeugen: Die frische Luft des Thüringer Walden ist zweifelsfrei hervorragend!

Aktuell wird für den Gebäudekomplex ein Investor gesucht. Ein schwieriges Unterfangen bei dem verfallenen Gesamtzustand.

Erholungsheim H.

Da steht es nun und verrottet vor sich hin. Verlassen. Verwildert. Verwandelt. Das Urlaubsziel und Prunkstück der DDR. Seinen Erholungswert hat es definitiv verloren.

Wie man bei den letzten Galerien schon gesehen hat, haben ‚Verlassene Orte‘ (neudeutsch Lost Places, Urban Exploration) momentan einen besonderen Reiz entfacht. Das Ziel war diesmal erneut ein Eholungsheim der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik. Hier haben sie also Urlaub gemacht, die Funktionäre der DDR. So schnell wie der Apparat untergegangen ist, so unmittelbar wurde das Erholungsheim aufgegeben. Welche Szenen haben sich wohl darin abgespielt? Wer ist hier wirklich ein und aus gegangen? Diese Fragen konnte der Besuch 23 Jahre nach dem Untergang der DDR nicht beantwortet werden. Allerdings konnten wir uns einen hautnahen Eindruck verschaffen, welchen Flair das Hotel wohl ausgestrahlt haben muss.

Anmerkung: Für einen ‚Lost Place‘ ist der Ort noch recht gut erhalten. Die Plünderungen und Verwüstungen halten sich in Grenzen. Deshalb wird der genaue Ort nicht mitgeteilt. Anfragen dazu sind zwecklos!

Zurich@night

Zürich wird als eine der Städte mit der weltweit höchsten Lebensqualität angesehen. Doch das hat auch seinen Preis, sow ird Zürich gleichzeitig als Stadt mit den höchsten Lebenshaltungskosten gelistet. Seit 2012 gilt Zürich als teuerste Stadt der Welt. Neben dem pulsierenden Nachtleben, der teuersten Einkaufsstraße der Welt und dem betriebsamen Geschäftsleben hat Zürich auch eine romantische Seite. Dort wo die Limmat den Zürichsee verlässt kann man sich vergewissern, dass Zürich auch Nachts nicht schläft. Läuft man den Fluss entlang kommt man direkt in Zürichs Zentrum mit dem größten Bahnhof in der Schweiz und der sich anschließenden Bahnhofstraße.

Puls 5 – Zurich Technopark

Puls 5 – Giesserei, Marktplatz, Fitness, Bars, Restaurants, Business

Im urbanen Teil Zürichs befindet sich der multifunktionale Gebäudekomplex, welcher mehr als ein gewönlicher Marktplatz ist. Die alte, von Escher Wyss erbaute, Giessereihalle wurde aufwendig in ein Mehrzweckareal umgebaut. Die direkt angrenzenden Neubauten sind unmittelbar mit der Giessereihalle verbunden. Der Gebäudekomplex beinhaltet Wohnungen, Schulungsräume und Geschäftsbereiche.

Vielen Dank an für die freundliche Erteilung der Fotografiererlaubnis!

Weitere Infos:

http://www.puls5.ch/
http://www.giessereihalle.ch/

NVA Erholungsheim

Das Erholungsheim der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR war das Urlaubshotel der oberen zehntausend der NVA. Das aufgrund seiner markanten Form als  Sprungschanzenhaus bezeichnete Freizeitdomizil befindet sich auf dem Großen Riesenhaupt (764 m) in Frauenwald.

Seit der Eröffnung im Jahr 1976 bot das Hotel der Führungsriege der Armee der DDR (Offiziere, Fähnriche, Unteroffiziere) mit über 400 Zimmern ein Urlaubsparadies in schönster Lage. Neben der großen Anzahl an Zimmern bot das Hotel einen weitläufigen Rezeptionsbereich, eine Schwimmhalle, ein Film- und Tanzsaal, Medizinische Bereiche sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen. Die weitläufige Landschaft lud zu Wanderungen und im Winter zu Skifahrten ein.

Neben der Nationalen Volksarmee wurde das Hotel auch vom Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) genutzt.

Übernachtung mit Vollpension: 65.- DDR Mark.